Autoritären Führungsstil und Mobbing am Arbeitsplatz

Eine Küchenfachkraft legt wegen Mobbing am Arbeitsplatz Klage gegen ihren Küchenchef ein, da sie in Folge der wiederholten unangemessenen Belästigungen im Rahmen des Personalmanagements unter schwerwiegenden Depressionen leidet.

Das französische Berufungsgericht hat dieses Verhalten nicht als Mobbing am Arbeitsplatz eingestuft. Diese Entscheidung wurde damit begründet, dass die dem Küchenchef vorgeworfenen Gesten und Verhalten bei der Arbeit in der Küche gegenüber des gesamten Personals praktiziert wurden.

Der Kassationsgerichtshof stellt dem hingegen fest, dass es die Aufgabe der Richter ist nachzuweisen, ob die Handlungen des Vorgesetzten die Grenzen von dessen Weisungsbefugnis überschreiten und festzustellen, ob das Verhalten als Mobbing am Arbeitsplatz eingestuft wird. Das oberste Gericht grenzt somit Mobbing deutlich von dem Direktionsrecht des Arbeitgebers ab (Cass. Crim. 19.06.2018, n°17-82.649).