Einordnung des Ausschlusses eines Arbeitnehmers von einer Weiterbildung

Mit Urteil vom 04.07.2018 hat die Arbeitskammer des französischen Kassationsgerichtshofs entschieden, dass der Ausschluss eines Arbeitnehmers wegen seines fehlerhaften Verhaltens von einer Weiterbildung zur Auswahl von zukünftigen Führungskräften keine Sanktion darstellt.

Im vorliegenden Fall wurde ein Kassierer, welcher seit zwei Jahren an einer Fortbildung zur Förderung zukünftiger Ladenmanager teilnahm vor deren Ende ausgeschlossen. Sein Arbeitgeber hat den Ausschluss mit den wiederholten und unentschuldigten Verspätungen und mit dem unangemessenen Verhalten des Kassierers gegenüber des Teams begründet.

Der französische Kassationsgerichtshof hat das Urteil des Berufungsgerichts bestätigt und entschieden, dass der Arbeitnhemer nicht mehr den erforderlichen Kriterien entsprochen hat, um an der Weiterbildung teilzunehmen. Die Entscheidung des Arbeitgebers durfte daher nicht als Disziplinarmaßnahme ausgelegt werden (Cass. Soc. 04.07.2018, n°17-16 629).